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ePass - der neue biometrische Reisepass 
5. Vorbehalte gegen den ePass
5.3.3 Zerstören durch Fremdeinwirkung
Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten einen RF-Chip auf nicht-
mechanische Weise, d.h. nicht durch Knicken oder Ähnliches zu zer-
stören¹:
-
Der Speicherinhalt des EEPROM wird durch sehr starke
E- und/ oder B- Felder gelöscht.
-
Durch das Anlegen einer sehr hohen Spannung an die
beiden Anschlusspins, an welcher die Spule angeschlos-
sen ist, wird der RF-Chip zerstört.
-
Durch elektrostatische Aufladungen erfolgt ein "Blitzein-
schlag" in die Chipoberfläche und der RF-Chip wird zer-
stört.
Der Aufwand zur Entwicklung einer mobilen Sendeanlage, mit der
sich RF-Chips auf ePässen aus einigen Metern Entfernung zerstören
bzw. löschen ließen, ist hoch und mit technischen Problemen ver-
bunden. Ein solches Gerät wäre sehr groß und auch die Energiever-
sorgung wäre „problematisch“ [Anhang A]. Die beiden anderen ge-
nannten Möglichkeiten lassen sich für einen Angreifer nur realisie-
ren, wenn er zumindest temporär direkten physischen Kontakt zu
dem ePass hat. 
                                                
1
Basierend auf der Aussage von Dipl. Ing. Peter Jacob, Mitarbeiter der EMPA,
Abteilung „Zentrum für Zuverlässigkeitstechnik“ (ehemals das Institut für Bauma-
terialprüfung der ETH Zürich). Der genaue Wortlaut der Email von Dipl. Ing. Peter
Jacob kann Anhang A entnommen werden.
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