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ePass - der neue biometrische Reisepass 
5. Vorbehalte gegen den ePass
4 Testsysteme mit der Note 4 bezüglich der Überwindungssicherheit
getestet wurden. Die Note 4 erhielten Systeme deren „Überwindung
mit mittlerem Aufwand erfolgreich (mit Zugriff auf das Merkmal
eines Berechtigten)“ war [BIOPII 2005 S.158]. Ein System erhielt
die Note 2, was daran lag, dass eine Lebenderkennung eingesetzt
wurde. Dieses System erzielte jedoch schlechtere Erkennungsleis-
tungen, da allgemein gilt, dass eine Lebenserkennung für signifikant
höhere Falschrückweisung sorgt [BIOPII 2005 S.63]. Auch bietet
eine Lebenderkennung keinen hundertprozentigen Schutz. In [TKZ
2002] wurde beispielsweise die Lebenderkennung des Gesichts um-
gangen, indem ein Wasserbeutel vor ein Foto gehalten wurde.
Eines des mit der Note 4 bewerteten Systems wird von der Bundes-
druckerei und NEC produziert. Da sich die Studie direkt auf den
ePass bezieht, lag die Vermutung nahe, dass dieses System auch tat-
sächlich – unter Umständen mit Nachbesserungen – bei den Passkon-
trollen eingesetzt werden soll. Eine schriftliche Nachfrage beim BSI
ergab jedoch, dass NEC zwar einige der Testgeräte lieferte, jedoch
nicht der Produzent für die offiziellen Grenzkontrollstationen ist.
Unklar ist, inwieweit an den Grenzkontrollen Vorkehrungen getrof-
fen werden, um ein Täuschen der Systeme zu verhindern. Es scheint
offensichtlich, dass ein Täuschen mit Fotos oder Wasserbeuteln
kaum möglich sein wird, da die Passkontrollen nicht vollautomatisch
sondern auch weiterhin durch Grenzbeamte durchgeführt werden.
Um Gummifinger oder ähnliches zu bemerken, bedürfte es aber einer
verhältnismäßig genauen Kontrolle der Reisenden. Inwieweit eine
solche stattfinden wird, ist unklar.
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